Rückmeldung 2026-09-17 21:33 – micha

Rückmeldung

Name: micha

Nachricht:

Ich habe diesen Kurs gemacht, weil ich wissen wollte, wie ich aus der Ohnmacht in die Allmacht komme. Diese Ohnmacht kenne ich schon lange, auch wenn sie sich heute leiser zeigt.
Ich war fünfzehn Jahre alt, als ich meinen rosafarbenen Sozialversicherungsausweis beantragte. Als er mir ausgehändigt wurde, zögerte der Mann hinter dem Tresen. Vielleicht kennt der eine oder andere dieses Gefühl: Dieser Mensch schaute mir in meine noch sehr ungebrochenen Kinderaugen – und hielt den Ausweis dabei so fest, dass ich ihn ihm zwischen Daumen und Zeigefinger regelrecht wegreißen musste. Dann sagte er nur, mit lauter Stimme: „Du musst dort auch noch ein Passfoto einkleben."
Diese Szene ist mir all die Jahre geblieben – vielleicht war es auch eher ein „Weißt du eigentlich, was du da tust?", das in diesem Zögern mitschwang. Und genau darum geht es: zu erkennen, was ich als Ursache setze. Wer bin ich? Was setze ich als Ursache – und was könnte die Folge daraus sein? Und ich gehe ganz gewöhnlich einer Arbeit nach – vielleicht weil mir da ein Glaubenssatz noch Sicherheit bietet.

Viele Jahre später, ausgelöst durch die Corona-Zeit, wurde aus diesem kindlichen Gefühl eine bewusste Erkenntnis. Damals hatte ich das Gefühl, dass der Staat in meine Menschenrechte eingedrungen ist. Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren – aber genau das habe ich in dieser Zeit nicht gespürt, ausgerechnet dort, wo ich als Individuum vor willkürlichen Handlungen geschützt sein sollte.
Ich erinnere mich an zeitweise große Panik, gerade wenn ich krank war: Ausgangssperre, Maskenpflicht, die Impfung – und die Angst, sonst meinen Job zu verlieren.
Der Kurs „Weg Wahrheit Leben", aus dem heute die Arbeitsgemeinschaft „Menschen im Grundgesetz" entstanden ist, hat mir gezeigt: Ich bin nicht Objekt, sondern Ausgangspunkt. Ich setze die Ursache – und wir alle setzen die Ursache für das, was wir erleben möchten, im Großen wie im Kleinen. Wie im Innern, so auch im Äußern. Das heißt für mich: Was ich in mir trage – meine Haltung, meine Gedanken, meine innere Verfassung –, zeigt sich auch in dem, was mir von außen begegnet. Ich erlebe das, womit ich in Resonanz stehe. Bin ich im Widerstand, so werde ich auch Widerstand erleben. Durch mein Bewusstsein kann ich meine Realität verändern – und ich kann meine Umgebung verändern, indem ich zuerst mich selbst verändere.

Der wichtigste Moment für mich war die Erkenntnis: Ich bin das schutzwürdige Individuum, das der Grundgesetzgeber nach den furchtbaren Erfahrungen der Vergangenheit ausdrücklich schützen will – damit der Mensch nie wieder zum bloßen Objekt staatlichen Handelns gemacht wird. Was jeder von uns wissen sollte, ist, wie er seine eigene Würde definiert. Denn davon hängt ab, wie du behandelt wirst und was du erlebst. Diese Würde spüre ich heute nicht mehr nur als Theorie, sondern als etwas, das mir gehört, das mir innewohnend ist. Seitdem muss der Staat für mich nicht mehr Feind sein. Ich sehe ihn heute anders: nicht nur als Grenze, sondern als etwas, das den Menschen begünstigen und schützen kann – wenn Mensch und Staat sich beide an das erinnern, was das Grundgesetz eigentlich will.

Dieser Kurs hat mich außerdem wieder daran erinnert, eigene Werte zu haben. Viele Menschen haben gar kein eigenes Wertesystem – sie leben ein fremdes Wertesystem, das von außen, möglicherweise von einem System, vorgegeben wird, und haben es nie hinterfragt. Ich will meine eigenen Werte leben, sie als echten Wert leben – und weitergeben.

Ich bin Aksel sehr dankbar, dass er mir immer die Augen so klar öffnet und mir zeigt, wo ich gerade stehe – auch wenn es mir in dem Moment gar nicht so bewusst ist. Und ich bin all den Menschen im Netzwerk so dankbar, denn sie sind mein Resonanzfeld, mein Spiegel, damit ich die Möglichkeit habe, mich zu verändern. Ich erkenne jetzt: Das Außen ist mein Spiegel für die Veränderung.

Deshalb empfehle ich den Beitritt in das Netzwerk "Menschen im Grundgesetz" allen, die den Staat gerne als etwas erleben möchten, das den Menschen schützt, statt ihn zu bedrohen. Ich empfehle den Beitritt allen, die aus ihrer Opferrolle heraustreten und ihr Bewusstsein erweitern wollen – hin zu einem Selbstverständnis, in dem sie nicht mehr ohnmächtig, sondern selbstwirksam sind – und die sich von alten Prägungen lösen wollen. Ich empfehle den Beitritt allen Menschen, die sich gerne mit uns weiterentwickeln möchten. Diese Rückmeldung spiegelt dabei meine ganz persönliche Erfahrung und Überzeugung wider; die Sichtweise, die ich darin auf das Verhältnis von Individuum, Staat und Grundgesetz beschreibe, weicht von der herrschenden juristischen Auslegung ab. Und genau um diese Auslegung geht es: Keine der drei Staatsgewalten darf eine Norm willkürlich gegen den Menschen auslegen – damit der Mensch ein schutzwürdiges Individuum ist und bleibt.